Der Platz in dir

Steffis Lesefutter: Lesefutter mit diversen und interessanten Charaktere gesucht? Ein Roman, der verschiedene Geschichten in eine verwebt und damit unterschiedliche Perspektiven und Lebensgeschichten vor den Leser:innen ausbreitet? Einer, der nicht nur das Thema Inklusion anspricht, sondern eine breite Palette an Themen wie zum Bsp. die Suche nach dem Lebensglück und der eigene Rolle in der Welt berührt? Der kurzweilig, berührend, poetisch und eine Sommerlektüre ist, die viel Tiefe mitbringt? Gefunden! Vielleicht gehst du mit diesem Buch ja sogar selbst auf die Suche nach:

“Der Platz in dir” von Anna Maria Praßler und Ulrike Baier (Illustrationen). Tyrolia Verlag 2026.

Luisa würde sich eigentlich sehr auf den Ausflug zu der Wallfahrt nach Absam zusammen mit ihrer Firmgruppe freuen, stattdessen ist sie total sauer und genervt: Der Weg dorthin ist alles andere als barrierefrei und für Luisa, die seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt, nicht zu bewältigen. NATÜRLICH lassen ihre überbesorgten und ständig hilfsbereiten Eltern sie nicht einfach zu Hause, sondern fahren sie höchstpersönlich nach Absam.

Eine Sommerlektüre voller Hoffnung …

Als sie am Wallfahrtsort auf Jona aus Berlin trifft, der mit dem Verlust seiner Mutter und die Trauer um sie selber ein schweres Päckchen zu tragen hat, entsteht zwischen den beiden eine Freundschaft und sie fassen einen Entschluss, der sie zu einem gemeinsamen Erlebnis aufbrechen lässt, aus dem heraus eine tiefe Verbundenheit entsteht. Doch nicht nur die beiden begeben sich bei dem Ausflug nach Absam auf ein Abenteuer: Die ältere Dame Hedi, die den Ort ihrer Hochzeit aufsucht, und Samir, ein junger Syrer, der Hedi begleitet und sich in die Jugendgruppenleiterin Alessia verliebt, spielen in den verwobenen Geschichten, die alle beim Marienbild in Absam zusammmenlaufen, eine ebenfalls wichtige Rolle.

In den Erzählsträngen, die letztlich alle zusammenlaufen, sind alle Figuren auf der Suche nach Orientierung, Hoffnung, Freiheit und Unabhängigkeit und sind dadurch miteinander verbunden. Sie alle gehen der zentralen Frage eines jeden Menschen nach: Wer bin ich und wo ist mein Platz im Leben? Daneben werden weitere wichtige Themen und philosophische Lebensfragen angesprochen: Wie kann ich möglichst frei und unabhängig leben, auch wenn durch Behinderungen, das Alter, meine Gefühle oder die Vergangenheit eingeschränkt bin? Wie gehe ich mit Verlust und Trauer um geliebte Menschen, körperliche Fähigkeiten oder die eigene Heimat um? Und wie finde mein Lebensglück und inneren Frieden, auch wenn schlimmer Erfahrungen und innere Unruhe mich quälen?

… und mit viel Gefühl & Tiefgang!

Die kleinen farbigen und sehr liebenswürdigen Illustrationen sind für einen Kinder-/Jugendroman eher ungewöhnlich, zeigen uns aber am Anfang eines jeden Kapitels, aus wessen Perspektive es handelt und gibt damit den Leser:innen auch bildlich Orientierung im Buch.

Warmherzig, frisch und abwechslungsreich erzählt und bebildert entführen uns Anna Maria Prassler und Ulrike Baier in eine Geschichte der besonderen Art und die Suche nach uns selbst!

Vielen Dank, lieber Tyrolia Verlag, für dieses warmherzige Rezensionsexemplar – Werbung (Markennennung), unbezahlt und unbeauftragt

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