Iris „Leseleckerbissen“ im Oktober ist

„Erinnerungen des Waldes. Auf den Spuren von Ferdinand Maulwurf“

Herzlichen Glückwunsch, Mickaël Brun-Arnaud und Sanoe sowie dem WooW Books Verlag!

Jeden pro Monat prämiert jede von uns ein besonders herausragendes Buch mit dem „Leseleckerbissen“ – einer kleinen Auszeichnung, mit der wir nicht nur unsere Leser*innen, sondern auch die Autor*innen und Illustrator*innen sowie Verlage überraschen möchten. Und übrigens auch uns gegenseitig, denn keiner von uns beiden weiß vorab etwas von dem wunderbaren Buch, dass die andere sich als Leseleckerbissen des Monats ausgesucht hat.

Mein Leseleckerbissen für den Monat Oktober wurde dieses besondere Kinderbuch, das ich allen empfehle, die gerne Geschichten aus dem Leben lesen. Es ist ein Kinderroman, der mich immer wieder daran erinnert, wie schön es ist, in die Sprache von Märchen und Fabeln einzutauchen. Dies ist der Übersetzerin Julia Süßbrich hervorragend gelungen. Das im Original auf Französisch erschiene Werk stammt von Mickael Brun-Arnaud (Psychologe und Buchhändler), der den Stoff, aus dem das gute Leben gemacht ist, erzählt – in einer fiktiven, von Tieren erschaffenen und zugleich Menschenähnlichen Welt.

„Erinnerungen des Waldes. Auf den Spuren von Ferdinand Maulwurf“ von Mickaël Brun-Arnaud und Sanoe (Illustrationen), übersetzt aus dem Französischen von Julia Süßbrich. Erschienen 2023 bei WooW Books. 256 S., ab 10 Jahren.

Die Rede ist von Schönrinde, was sich gleichsam auf das Buchcover und alle Illustrationen übertragen lässt. Die warmen Farben und Skizzen aus der Feder von Sanoe schenken ein Gefühl der Geborgenheit, der Vertrautheit und zugleich einen Hauch Nostalgie. Es wirkt, als wäre diese Geschichte eine sehr alte, die von Generation zu Generation weitergereicht wird. Eine Reise.

Ein Buchtipp zum Vorlesen ab 8 oder Selbstlesen ab 10

Und tatsächlich kommt das Motiv der Reise immer wieder vor. Vordergründig ist es die Reise zweier Freunde. Buchhändler Archibald Fuchs trifft auf Pensionär Ferdinand Maulwurf. Dieser ist auf der Suche nach seiner Biografie, die er einst schrieb und die im Buchladen von Archibald zu finden sein müsste. Ferdinand hofft, dass er mithilfe der Biografie und einer kleinen Anzahl an Fotografien Hinweise darauf findet, wo sich seine geliebte Frau Mathilde aufhält – sie ist verschwunden. Es ist eine Reise dieser beiden Freunde in die Vergangenheit und Zukunft und für jeden Lesenden eine Reise zu sich selbst.

Unzählige Male packte ich kleine Merkzettelchen auf die Seiten, wenn mich die Sprache berührte. Es sind die großen und wichtigen Themen, die in diesem Kinderroman verpackt werden, weshalb er sich generationenübergreifend (vor-)lesen lässt. Es geht um Freundschaft, um das Leben, die Gesundheit, die Erinnerung, Verlust und Hoffnung.v

Und es geht vor allen Dingen um ein Thema, das schwer zu begreifen ist: das Altwerden mit Demenz. Maulwurf Ferdinand ist von dieser Krankheit betroffen. Es ist dabei immer wieder die Rede von der “Alles-vergessen-Krankheit”. Zahlreiche Beispiele von Menschlichkeit, Güte und die verschiedenen Seiten der Demenz werden immer wieder beleuchtet, während die beiden Freunde Fuchs und Maulwurf ihr Abenteuer bestreiten.

Ein Buch, das Hoffnung darauf schenkt, …

… dass eine Gesellschaft auch außerhalb von Schönrinde demenzfreundlich werden kann.

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Danke WooW Books Verlag, für dieses berührende Rezensionsexemplar – Werbung (Markennennung), unbezahlt und unbeauftragt

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