Steffis „Leseleckerbissen“ im April ist

„Eine wie sie fehlt in dieser Zeit“. Erinnerungen an Astrid Lindgren

Herzlichen Glückwunsch, Katrin Hörnlein sowie dem Oetinger Verlag!

Jeden pro Monat prämiert jede von uns ein besonders herausragendes Buch mit dem „Leseleckerbissen“ – einer kleinen Auszeichnung, mit der wir nicht nur unsere Leser*innen, sondern auch die Autor*innen und Illustrator*innen sowie Verlage überraschen möchten. Und übrigens auch uns gegenseitig, denn keiner von uns beiden weiß vorab etwas von dem wunderbaren Buch, dass die andere sich als Leseleckerbissen des Monats ausgesucht hat.

Ich war nie ein Fan von BoyGroups oder irgendwelchen Musikgruppen. Auch andere Stars und Sternchen konnten mich nicht begeistern. So richtig geschwärmt habe ich seit meiner Kindheit nur für Bücher. Und ganz besonders für die Bücher und Geschichten von Astrid Lindgren. Sie haben mich nach Bullerbü, Nangijala und Birkenlund mitgenommen. Mit ihnen bin mit Ronja und Birk durch den Mattiswald gestreift, mit Pippi Langstrumpf auf Kleiner Onkel geritten und mit Michel im Tischlerschuppen gesessen. Sie sind Teil meiner Kindheit und einer der Gründe für meine Liebe zu Büchern und zum Lesen. Und obwohl ich schon viel über Astrid Lindgren, ihr Leben, Schaffen und ihre Werke gelesen habe, kann ich trotzdem nie satt werden, noch mehr über und von diesem ganz besonderen Menschen zu erfahren.

Deshalb kann kein anderes Buch als dieses mein LeseLeckerBissen im April werden – das kürzlich im Oetinger Verlag erschienene Buch „Eine wie sie fehlt in dieser Zeit“! Ein wunderbares und wertvolles Buch, in dem ZEIT-Journalistin Katrin Hörnlein vielfältigen Erinnerungen, Anekdoten, Zitate und Erlebnissen von Familienmitgliedern, Zeitzeugen und Weggefährten Astrid Lindgrens zusammenträgt.

„Eine wie sie fehlt in dieser Zeit. Erinnerungen an Astrid Lindgren“ von Katrin Hörnlein. Erschienen 2023 im Oetinger Verlag. 272 S., ab 14 Jahre.

Für alle Astrid-Lindgren-Fans!

Nein, dieses Buch ist keine weitere Biografie über die weltweit bekannte schwedische Kinderbuchautorin, die sich mit ihren Geschichten und Figuren in die Herzen so vieler Kinder und schon einiger Generationen geschlichen hat. Es ist ein Werk, das, unterstrichen von Fotografien, Lindgren von einer ganz besonderen Seite zeigt. Einer Seite, die nur Menschen von ihr zeigen können, die mit ihr Kontakt hatten, die sie kennenlernen durften und von ihr beeinflusst wurden.

So dürfen wir beim Lesen dieses Buches Astrid Lindgren selbst ein wenig besser kennenlernen, z.B. durch Erzählungen und Erinnerungen ihrer Enkel und Urenkel, ehemaligen Kolleg*innen, ihrer Verlegerinnen, einer jüngeren Brieffreundin oder der Pippi-Darstellerin Inger Nilsson.

Ein wundervolles Buch voller Erinnerungen.

Wer glaubt, schon alles über Lindgren zu wissen, wird durch diese interessante und vor allem so persönliche Lektüre eines Besseren belehrt. Und das auf die schönstmögliche Weise: Beim Lesen eines abwechslungsreichen und immer wieder überraschenden Buches, das die unterschiedlichen, vielschichtigen und auch gegensätzlichen Seiten Lindgrens aufzeigt, die deutlich machen, dass Schwarz und Weiß gleichzeitig existieren dürfen und es außerdem die unglaublich vielen Grautöne sind, die einen Menschen und sein Leben ausmachen.

So lernen wir Lindgren z.B. kennen als eine Frau, die zwar kein Interesse an Erfolg und Geld hatte, aber trotzdem geschäftstüchtig war, die im Herzen immer ihre Kindheit als einfache Bauerstochter aus Smaland trug, aber ebenso als fortschrittliche Frau in der Großstadt die Probleme unserer Zeit so früh wie wenig andere benannt hat und sich für Veränderungen stark gemacht hat, obwohl sie selbst Konflikte eher gescheut hat.

Tiefe Einblicke in das Leben einer faszinierenden Person!

Wir können noch so viel über jemanden erfahren, es wird trotzdem Lücken und Geheimnissen geben, die niemals gelüftet werden. Auch nicht durch dieses Buch. Aber es macht es möglich, Astrid Lindgren als Person und dadurch auch ihren Geschichten näher zu kommen. Für mich ist dieses Buch deshalb nicht nur interessant, sondern vor allem beglückend. So beglückend, wie mit einer Freundin, die man lange nicht gesehen hat, endlich mal wieder einen Kaffee trinken zu gehen. Oder so beglückend, wie ich mich als Kind gefühlt habe, wenn ich ein Buch von Astrid Lindgren in den Händen hielt, das ich noch nicht gelesen hatte. Und das ich am Ende mit einem rundum warmen Gefühl zuschlagen konnte. Danke Katrin Hörnlein für diesen besonderen Leseleckerbissen!

Ein Leseleckerbissen, der beglückt!

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Vielen Dank, lieber Oetinger Verlag, für dieses wundervolle Rezensionsexemplar – Werbung (Markennennung), unbezahlt und unbeauftragt

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