Iris „Leseleckerbissen“ im August ist

„In einem alten Haus in Berlin“

Herzlichen Glückwunsch, Kathrin Wolf, Isabel Kreitz sowie dem Gerstenberg Verlag!

Jeden pro Monat prämiert jede von uns ein besonders herausragendes Buch mit dem „Leseleckerbissen“ – einer kleinen Auszeichnung, mit der wir nicht nur unsere Leser*innen, sondern auch die Autor*innen und Illustrator*innen sowie Verlage überraschen möchten. Und übrigens auch uns gegenseitig, denn keiner von uns beiden weiß vorab etwas von dem wunderbaren Buch, dass die andere sich als Leseleckerbissen des Monats ausgesucht hat.

Ein Werk, das unsere Auszeichnung „Leseleckerbissen“ verdient hat, denn es macht Geschichte lebendig und fördert Empathie beim (Vor)lesen, Selbstlesen oder einfach nur beim Betrachten der faszinierenden Illustrationen. Ein großformatiges und durchgehend illustriertes Sachbuch nimmt uns mit auf eine Zeitreise.

“In einem alten Haus in Berlin” von Kathrin Wolf und Isabel Kreitz (Illustrationen). Erschienen 2023 im Gerstenberg Verlag. 64 S., ab 10 Jahre.

Voller Stolz zieht Apothekerfamilie Schwartz 1871 in ihre Wohnung im eigenen neuen Haus ein. Aus der Sicht von Karl und Martha, Ursula und Peter oder Laura und Ben reisen wir in fünf Generationen durch 150 Jahre. Um ein Verständnis für Zeitgeschehen und Generationen zu bekommen ist direkt auf den ersten Seiten des Buches ein Stammbaum abgebildet, der uns immer wieder Anhaltspunkte dafür liefert, wer zu welcher Familie gehört und wer mit wem eine neue Familie gründet.

Von Generation zu Generation – ein Haus im Wandel.

Das Wissen wird verpackt auf Doppelseiten und ergänzt um Comic-Sprechblasen und Wimmelbilder. Durch Nähe zu einer bestimmten Familie und ihren Nachfahren, deren Haus und der persönlichen Verbindungen und Schicksale wird Geschichte lebendig und zum Greifen nah. In einem geschützten und persönlichen Rahmen erfahren wir von deren Alltag, ihrer Arbeit, ihren Festen und der Außenwelt, die auf die Familie einwirkt – Politik, Macht und Krieg.

So wird beim Betrachten deutlich, dass vieles in unserem Leben nicht immer selbstverständlich und für die Ewigkeit bestimmt scheint. In einem Jahr fand ein üppiges Weihnachtsfest mit Christbaum und Geschenken statt. In einem anderen Jahr vom Krieg geprägt gibt es einen Tannenzweig mit einer Kerze darauf. Auch der Wandel der Ausstattung, der Möbel, der Kleidung sowie der Spielzeuge wird detailverliebt veranschaulicht.

Schutz und Geborgenheit und eine gemeinsame Zukunft soll dieses Haus ermöglichen und den 1. und 2. Weltkrieg, den kalten Krieg, Mauerbau und -fall überstehen. Die Zeit verändert das Haus und die Menschen, die in ihm leben, weggehen und zurückkehren.

Die Idee zu diesem Buch geht auf das Werk von Anna Desnitskaya und Alexandra Litwina zurück: „In einem alten Haus in Moskau“, das 2017 im Gerstenberg Verlag erschien.

Dieses Sachbuch hat uns begeistert! 

Lese- und Literaturförderung für den Unterricht oder die Freizeit:

  • einen Zeitstrahl erstellen und die Geschichte des Buches daran abtragen und mit eigenen Informationen ergänzen
  • die eigenen Familiengeschichte der letzten 100-150 Jahre versuchen zu skizzieren und in einem Stammbaum abzubilden
  • ein Gebäude der eigenen Stadt auswählen und recherchieren, was dort in den letzten 100-150 Jahren passierte (evtl. von Stadtverwaltung/Stadtarchiv bei der Auswahl begleiten lassen)

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Danke Gerstenberg Verlag für das Rezensionsexemplar – Werbung (Markennennung), unbezahlt und unbeauftragt

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