Steffis „Leseleckerbissen“ im August ist

Der Tag, an dem Louis gefressen wurde

Herzlichen Glückwunsch, John Fardell sowie dem Moritz Verlag und Beltz & Gelberg Verlag!

Jeden pro Monat prämiert jede von uns ein besonders herausragendes Buch mit dem „Leseleckerbissen“ – einer kleinen Auszeichnung, mit der wir nicht nur unsere Leser*innen, sondern auch die Autor*innen und Illustrator*innen sowie Verlage überraschen möchten. Und übrigens auch uns gegenseitig, denn keiner von uns beiden weiß vorab etwas von dem wunderbaren Buch, dass die andere sich als Leseleckerbissen des Monats ausgesucht hat.

Richtig gute Bücher, wie die Leseleckerbissen, die wir vorstellen, können Neuerscheinungen sein. Oder Klassiker. Oder Bücher, die zwar schon über 10 Jahre alt sind, aber einfach immer noch grandios sind und bleiben. Und deshalb gaaaaanz dringend als LeseLeckerBissen ausgezeichnet werden müssen.

Hier ist mein Leseleckerbissen für den August, der für Begegnung mit gefräßigen Ungeheuern, Spannung und jede Menge Lachen sorgt – zum Glück nicht nur bei den Kindern, sondern auch den Vorlesenden:

„Der Tag, an dem Louis gefressen wurde“ von John Fardell, 32 S., ab ca. 4 Jahren. Erschienen 2012 im Moritz Verlag sowie 2016 bei Beltz & Gelberg als Minimax-Taschenbuch. 2013 nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie “Bilderbuch”.

Ein geniales Bilderbuch…

Worum es geht?

Als Louis und seine große Schwester Sarah im Wald unterwegs sind, wird Louis plötzlich von einem Ungeheuer verschlungen. Da sie weiß, dass dieser Schluckster seine Beute am Stück herunterschluckt, bleibt Sarah ganz ruhig und heftet sich nun an dessen Fersen, um den kleinen Bruder zu befreien. Doch als sie ihn fast eingeholt hat, wird der Schluckster von einem größeren Untier, einem Grabscherix, gefressen, der wiederum im Bauch eines noch größeren Monsters landet. Während immer mehr Ungeheuer auftauchen, die das jeweils kleinere verspeisen, muss Sarah immer kreativer werden, um die Untiere durch die verschiedenen Landschaften und über große Hindernisse hinweg zu verfolgen. Schafft sie es, das allergefräßigste Ungeheuer, dass sich alle anderen einverleibt hat, zu erreichen und Louis am Ende aus den Bäuchen all der hungrigen Monster zu retten?

… aufgebaut wie eine Matroschka …

Warum dieses Buch ein Leseleckerbissen für mich ist?

Der lockere, pointierter Sprachstil unterstreicht die detailreichen, fantasievollen Illustrationen, auf denen es auch auf den 2. Blick noch viel zu entdecken gibt, so dass sich in einer Synergie aus Text und Bild der Spannungsbogen immer weiter steigern kann.

Vor jedem Umblättern zur nächsten Seite fragt man sich aufgeregt, welchen absurd-komisch-spannenden Gang die Geschichte weiter nehmen wird und wie Sarah es denn nun schaffen kann, mit den Monstern fertig zu werden.

Die Wortneuschöpfungen der Ungeheuerbezeichnungen machen dabei genauso viel Spaß wie die lautmalerischen Fressgeräusche und merkwürdigen Gesichtsausdrücke der Monster.

Die turbulente Geschichte, die sich zunächst gruselig anhören mag (ist sie aber überhaupt nicht!), ist wie die bekannten Matroschka-Puppen aufgebaut und steckt voller Witz und Überraschung.

Sie zeigt Kindern auf humorvolle Weise wie man auch mit gefährlichen Ungeheuern und Gefahren fertig werden kann – nämlich mit Mut, Gelassenheit, Einfallsreichtum und Zusammenhalt.

… das garantiert für viele Lacher sorgen wird!

Hinzu kommt: Dieses Buch macht nicht nur Lust aufs immer wieder selber Lesen oder Vorgelesen bekommen, sondern eignet sich auch perfekt für Buch-Projekte im Kindergarten, der Grundschule oder z.B. Büchereien. Wie wäre es mit dem Bau von Fantasie-Fahrtzeugen, einem Fangspiel, bei dem ein paar Kinder Schluckster, Grabscherix oder Säbelzahn-Schlinger sind? Oder damit, Monstersteckbriefe zu erstellen und sich neue Monster auszudenken? Man könnte auch einen Comic aus der Geschichte machen oder sie als Theaterstück darstellen. Es gibt sich noch viel mehr, was mit diesem Buch alles gemacht, gebastelt, gedichtet und ausgedacht werden kann…

Bei uns eines der meistgelesenen Bilderbücher, bei dem die Kinder den Text schon mitsprechen können und dass die jüngste Leseratte genauso zum Lachen bringt wie uns erwachsene Vorlesenden!

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Rezension, selbst gekauft – Werbung (Markennennung), unbezahlt und unbeauftragt

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