Steffis „Leseleckerbissen“ im Juli ist

Der Elch der Ewenken

Herzlichen Glückwunsch, Gerelchimeg Blackcrane und Jiu Er sowie dem Jacoby & Stuart Verlag!

Jeden pro Monat prämiert jede von uns ein besonders herausragendes Buch mit dem „Leseleckerbissen“ – einer kleinen Auszeichnung, mit der wir nicht nur unsere Leser*innen, sondern auch die Autor*innen und Illustrator*innen sowie Verlage überraschen möchten. Und übrigens auch uns gegenseitig, denn keiner von uns beiden weiß vorab etwas von dem wunderbaren Buch, dass die andere sich als Leseleckerbissen des Monats ausgesucht hat.

Ein Leseleckerbissen für alle, die besondere Bücher schätzen!

Mein Leseleckerbissen im Juli ist ein ganz besonderes, ein einfühlsames Bilderbuch. Eines, das durch seine leise Erzählweise und die ausdrucksstarken Illustrationen direkt ins Herz trifft und mich nicht mehr losgelassen hat:

„Der Elch der Ewenken“ von Gerelchimeg Blackcrane und Jiu Er (Illustrationen), übersetzt aus dem Englischen von Nicola T. Stuart. Erschienen 2020 im Jacoby & Stuart Verlag. 64 S., ab 6 Jahre.

Ist es die einfühlsame Geschichte des alten Mannes Gree Shek, der ein mutterloses Elchkalb aufzieht, dass ihm aus dem Wald bis zum Lager seines Stammes gefolgt ist, und zu welchem der Name Xiao Han, Kleiner Elch, irgendwann nicht mehr so ganz passt – so groß und stattlich wie er geworden ist? So groß übrigens, dass er irgendwann seine eigenen Wege gehen muss…

Ein ganz besonderes Lieblingsbuch!

Liegt die Begeisterung für dieses Buch an der Tatsache, dass es aus China stammt, wo ich sieben Monate gelebt und das Land, die Menschen und die Kultur zu schätzen gelernt habe?

Ist der Grund in der gradlinigen, unaufgeregten, aber so einfühlsamen Erzählweise zu finden, die mit ihrer realistisch-humorvollen Art über eine außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem Mensch und Tier zu erzählen vermag und damit eine liebenswerte und gleichsam spannende Geschichte vermittelt?

Respekt vor Tieren und der Natur…

Fasziniert mich der authentische Einblick in die Kultur der Ewenken, die als indigenes Volk u.a. in der Inneren Mongolei in China leben und deren traditionelle Lebensweise als Nomaden durch die zunehmende Modernisierung, Industrialisierung und den Klima- und Naturveränderungen bedroht ist?

Fesseln mich die zunächst farblosen, später colorierten sehr berührenden Illustrationen, die eine in unserem Lebensraum nicht mehr zu findende Ruhe vermitteln und es schaffen, den Betrachtenden in ihren Bann zu ziehen und dabei einen Einblick in eine uns fremde Lebensweise zu geben?

… gepaart mit einer wunderbaren Freundschaft…

Alle die Aspekte machen „Der Elch der Ewenken“ zu einem einmaligen, berührenden Buch. Ganz besonders beeindruckt hat mich die starke Verbindung zwischen Gree Shek und Xiao Han, die über ihr physisches Zusammensein hinaus geht. Eine Verbindung, in der gegenseitiger Respekt und menschliche Achtung vor Tieren und der Natur, so wie diese es verdienen, selbstverständlich sind und von der wir alle viel mehr gebrauchen können.

… liebevoll erzählt und berührend illustriert!

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Vielen Dank, lieber Jacoby & Stuart Verlag, für dieses beeindruckende Rezensionsexemplar – Werbung (Markennennung), unbezahlt und unbeauftragt

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