Würdet ihr gerne mal den Weihnachtsmann kennenlernen? Wie spannend wäre es, mal in die fantastische Weihnachtswelt, bestehend aus Elfen, fliegenden Rentieren und natürlich Santa Claus persönlich, einzutauchen und “hinter die Kulissen” schauen zu können. Das Buch “Die Weihnachtsparty” schenkt uns einen Einblick in diese wundersame Welt und zeigt uns gleichzeitig, das Weihnachten ein buntes, vielseitiges Fest ist, das nicht nur aus Christkind und Weihnachtsmann, geschmücktem Tannenbaum und süßem Naschwerk besteht.

“Die Weihnachtsparty” von Brigitte Schär und Heike Herold (Illustrationen). Erschienen 2022 im Peter Hammer Verlag. 48 S., ab 6 Jahren.

Lola, Linus und Levin sind Drillinge und ziemlich sauer auf ihre Eltern: Diese haben die Großeltern über Weihnachten in den Urlaub geschickt und so fordern die Kinder am 4. Adventssonntag nun den Weihnachtsmann als Ersatzopa für die Weihnachtsfeiertage. Dass das nach den Erklärungen der Eltern nicht gehen soll, möchten die Geschwister nicht akzeptieren und machen sich wie selbstverständlich (aber total unerlaubt) alleine auf den Weg zum Weihnachtsmann.

Den Weihnachtsmann zu treffen, das wäre ja mal richtig toll – finden auch Lola, Linus und Levin.

Natürlich sind die Eltern in größter Sorge, dass die Kinder nach einem unbemerkten Frühstück plötzlich nicht zu Hause aufzufinden sind, sondern sich auf die Suche nach dem Weihnachtsmann begeben haben. Auch die Handynachricht der Kinder “Wir Sint beim weinachZman im Haus fon Opasimon und Oma Katrin” kann sie zunächst nicht beruhigen.

Auch bei der Ankunft im von den Großeltern zurückgelassenen Haus kommt noch keine Erleichterung auf, denn nicht der Weihnachtsmann und ihre drei Kinder begrüßen sie, sondern Unmengen an merkwürdigen Fahrzeugen und ebenso merkwürdigen Gestalten. Ohne zu wissen, was im Haus der Großeltern eigentlich vor sich geht, geraten die Eltern von Lola, Linus und Levin mitten in eine laute Feier mit verschiedenartiger, weihnachtlicher Dekoration, einem reichhaltigen Buffet und den unterschiedlichsten Weihnachtsgestalten. Und zwischen dem Christkind Weihnachtsmann, Nikolaus, Knecht Ruprecht, der Hexe Befana aus Italien, den Heiligen Drei Königen, Hoteisho aus Japan, Papa Pasquale und Mama Noela aus Südamerika, Joulupukki aus Finnland, Väterchen Frost aus Sibirien und vielen anderen lachen und feiern Lola, Linus und Levin mit all den Geschenkebringern aus aller Welt sowie ihren Begleitern.

Doch die Drillinge treffen nicht nur den Weihnachtsmann, sondern viele andere Geschenkebringer aus der ganzen Welt.

Die kurze, amüsante Geschichte schenkt uns neben vielen Lachern und jeder Menge Situationskomik einen Eindruck von den vielfältigen weihnachtlichen Traditionen, Ritualen und Begriffen aus verschiedenen Regionen und Kulturkreisen auf der Erde. Dabei ist es ganz unerheblich, welche Speise, welches Ritual, welcher Brauch aus welchem Land stammt. Das gemeinsame Feiern mit allen Personen, ob Geschenkebringer, Helfer der Weihnachtswesen, Mensch oder Tier, und das Einbeziehen der verschiedensten Bräuche stehen im Vordergrund dieses Buches. Die große Vielfalt und das bunte Durcheinander machen dieses Weihnachtsfest erst zu etwas ganz Besonderem – einer liebe- und respektvollen Feier, in der jede und jeder seinen Platz hat, egal woher man stammt und wie man Weihnachten letztlich feiert!

Auf die Familie und die Beziehungen der Familienmitglieder zueinander wird nicht näher eingegangen; die Figuren stehen in dieser Geschichte nicht im Vordergrund und wirken sogar etwas unpersönlich, wodurch allerdings die fantastischen Protagonisten, die Wesen der Weihnachtswelt, und die verschiedenen Traditionen, aus denen sie stammen, stärker in den Fokus gerückt werden.

In der unterhaltsamen Geschichte gibt es zugegebenermaßen keinen expliziten roten Faden und auch keine Schlussfolgerung oder Erkenntnis aus den verrückten, ungewöhnlichen Erlebnissen und Eindrücken, die die Drillinge und ihre Eltern bei dieser Feier gesammelt haben. Aber das macht nichts: Sie hatten zusammen eine tolle Zeit, viel Spaß und haben, ganz ohne ein “Learning” daraus zu ziehen, mit all den (im wahrsten Sinne des Wortes) fantastischen Weihnachtswesen ein außergewöhnliches Fest gefeiert. Wenn das mal keine Geschichte wert ist!

Alle feiern ein fröhliches, buntes, chaotisches Weihnachtsfest…

… das durch zahlreiche Traditionen aus den unterschiedlichsten Kulturen zu etwas ganz Besonderem wird.

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Vielen Dank, lieber Peter Hammer Verlag, für dieses bunte Rezensionsexemplar – Werbung (Markennennung), unbezahlt und unbeauftragt

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