Wolf Grau wird Blau

Geschenktipp für Bilderbuchlieberhaber:innen:

Eines vorweg: Dieses Bilderbuch macht gute Laune, auch oder gerade wenn man mal wieder einen grauen oder voll doofen Tag hat. Denn die sympatisch-chaotische Hauptfigur der Geschichte, Wolf Grau, hat es, trotz anfänglich glücklicher Umstände wirklich nicht einfach und zeigt uns, wie man auch richtig miese Tage (mit einem Riesenhunger) meistern kann und dabei trotzdem den Optimismus nicht verliert. Oder zumindest ganz zum Schluss wieder findet:

“Wolf Grau wird Blau” von Gilles Bizouerne und Ronan Badel (Illustrationen), übersetzt aus dem Französischen von Will Gmehling. Peter Hammer Verlag, 2025. 26 S., ab 4 Jahre.

Wolf Grau hat einen Wolfshunger, denn seit Tagen hat er nichts mehr zwischen die Zähne bekommen. So streift er hungrig umher bis er sich in ein Dorf traut. Dort entdeckt er einen ungewöhnlich großen Topf, der seine Neugier entfacht. Doch kaum ist er auf den Rand des riesigen Gefäßes gesprungen, passiert schon das erste Unglück und der Wolf fällt hinein – und kommt nur mit Mühe und dann auch noch komplett blau gefärbt wieder heraus.

Doch Wolf Grau hat Glück im Unglück: Durch seine neue Farbe kann er seine potenzielle Beute davon überzeugen, dass er nicht gefährlich ist: Er kann gar kein Wolf sein, denn blaue Wölfe gibt es nicht. So führt er erst eine Ziege, dann einen Hahn und schließlich einen Esel hinters Licht und lockt sie als ihr scheinbarer Freund in den Wald. Doch dann fängt es an zu regnen und das zweite Unglück nimmt seinen Lauf…

Bilderbuch trifft Slapstick!

Besonders Wolf Grau, der Antiheld der Geschichte, besticht, sowohl bildlich als auch in den Dialogen mit den pfiffigen Beutetieren, durch seinen besonderen Charme, seine tollpatschige Art und den Ernst, den er versucht an den Tag zu legen und dabei genau das Gegenteil bewirkt. So ist er der tragisch-lustige Pechvogel der Geschichte, der es trotz allem schafft, den verschiedenen Situationen etwas Positives abzugewinnen.

Die randlosen und damit sehr offen und leicht wirkenden Illustrationen fangen die Figuren auf karikaturhafte Weise hervorragend ein und unterstreichen somit den humorvollen Charakter der Geschichte. Ebenso das Schriftbild, in dem besonders die lautmalerische Wörter fett hervorstechen oder durch unterschiedliche Größen dynamisch wirken. Und wer besonders aufmerksam hinschaut, wird in den Bildern sogar ein paar kleine Überraschungen entdecken können, die für Abwechslung sorgen.

Ein rundum gelungenes Bilderbuch, das beim Vor- oder Selberlesen großen Spaß macht und einfach immer wieder gelesen werden kann!

Danke, lieber Peter Hammer Verlag, für dieses humorvolle Rezensionsexemplar – Werbung (Markennennung), unbezahlt und unbeauftragt

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