- von Katja Gehrmann (Illustration) und Constanze Spengler (Text)
- erschienen 2020 bei Moritz Verlag
Inhalt:
Erzählt wird die Geschichte von Mika und Mikas Papa. Mika zeigt ein hohes Identifikationspotenzial für Kinder. Denn Mika könnte ein Junge oder ein Mädchen sein und Mika liiiiiiiiiebt Tiere über alles. Doch Mikas Papa hat im Home Office (Erinnerungen werden wach!) wenig Zeit zum Spielen – er muss arbeiten. Mika fragt: „Darf ich ein Haustier haben?“ Eine Frage, die viele Kinder und Eltern nur zu gut kennen. Der Papa stimmt zu. (So einfach geht das…) Und so beginnt das Abenteuer, denn Papa sieht ein, wenn Mika ein Haustier hätte, dann könnte er selbst in Ruhe und zügig seine Arbeit erledigen. Mit Papas Erlaubnis und Geldbeutel darf er sich im Zooladen eine Maus kaufen. Mika erwirbt dort ein Tier nach dem anderen, denn der Zooladen scheint jeden Wunsch erfüllen zu können. Der Hund passt auf die Maus auf, der Seelöwe auf die Toilettengänge, der Pinguin wird zum Schwimmtrainer (denn „Seepferdchen sind ausverkauft“), der freche Papagei wird zum Vogelfreund für Pinguin und der Elefant zum Papageien-Dompteur. Das Kuriose an der Geschichte ist, dass Mika immer wieder neue Tiere anschleppt und diese zuhause mit Herz und Verstand versorgt. Papa bekommt davon nichts mit. Dadurch entstehen witzige Situationen und Dialoge. Am Ende dieser intensiven Arbeitstage (gleichermaßen für alle) fallen Mikas Papa fast die Augen aus dem Kopf, als er nicht nur eine kleine Maus, sondern all diese Tiere sieht. Er ist tierlieb, zum Glück, und einem Badetag steht nun nichts mehr im Wege.
Gestaltung:
Ein Bilderbuch, das sich zum Klassiker entwickeln könnte mit wunderbar großen, Seiten füllenden Illustrationen und einem Stil mit Wiedererkennungswert. Dabei gelingt es den Bildern immer wieder, eine spannende und wimmelige Situation zu zeigen, in der Papa keinen blassen Schimmer von den neuen Untermietern hat. Eine herrliche Quatschgeschichte für alle, die Haustiere lieben – auch solche, die definitiv viel zu exotisch für ein Haustierleben sind.
Praxis:
Ein Elefant als Haustier? Was würde das bedeuten? Wo schläft er, was und wieviel frisst er und welche Bedürfnisse hätten andere exotische Tiere in unserem eigenen Zuhause? Schnell kommen wir hier beim Nachdenken an unsere Grenzen. Aber auch ein Austausch zu gewöhnlichen Haustieren wie Maus oder Hund kann sehr wertvoll sein. Wer kümmert sich, wer füttert, wer geht Gassi und wer erzieht? Ein wichtiger Austausch für Klein und Groß, bevor man den Schritt geht, Verantwortung für ein Tier zu übernehmen.
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Danke Moritz Verlag für das Rezensionsexemplar – Werbung (Markennennung), unbezahlt und unbeauftragt




