Ranger

Wer fabelhaft anmutende, reduziert erzählte Geschichten mag, wird dieses Buch lieben:
Annie ist Ranger. Sie hilft einem verletzten Fuchs, der sich in einem Falle verfangen hat, und pflegt ihn gesund.

„‚Also gut, dann bleibe ich noch einen Tag bei dir‘, sagte Annie. ‚Aber ich werde dich nicht zähmen.‘“

„Ranger“ (S. 13)

„Ranger“ von Nancy Vo, übersetzt von Richard Rosenstein. Erschienen 2020 im Verlag Freies Geistesleben. 44 S., ab 3 Jahren.

Auf Annies weiteren Wegen durch raue Wälder und karge Landschaften bleibt der Fuchs an ihrer Seite. Als Annie eines Tages angegriffen wird, ist Hilfe nicht fern: Durch eine Mischung aus Realität, Fantasie und Magie, bei der der Fuchs eine wichtige Rolle zu spielen scheint, wird Annie wieder gesund. Und ist von nun an mit dem Fuchs, der sie begleitet, verbunden, ohne dass daraus eine vertraute, nahe Freundschaft entsteht.

Nancy Vo ist es mit diesem Buch gelungen mit wenigen, sehr bewusst gewählten und treffenden Worten und ebenso reduzierten, dezenten Illustrationen eine Geschichte über die Fremdheit und Nähe zwischen Mensch und Tier zu erzählen. Die Zeichnungen, angefertigt mit Tusche und Wasserfarben und durchsetzt mit collagenähnlichen Akzenten aus Zeitungspapier und Textilien, transportieren die Kargheit der Natur, Einsamkeit und Gefahr, die Distanz zwischen Mensch und Tier und wie aus dieser Distanz ein zartes Band entstehen kann. Ein Band, dass Vo illustratorisch in der Farbe Rot ausdrückt, die sich nur in Annies Halstuch und der Fellfarbe des Fuchses wiederfinden.

Warum hat uns dieses Bilderbuch überzeugt?

  • In seiner Reduziertheit ist dieses Buch voller Poesie,
  • fängt auf wunderbare Weise Freiheit und Wildnis ein
  • und feiert das Leben und die Hilfsbereitschaft.

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Rezensionsexemplar – Werbung (Markennennung), unbezahlt

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