Ein Meer für Seehund Paul

Jeder kann etwas beitragen! Das ist die wichtige Message, die Antje Bones in ihrer sommerlichen Lektüre „Ein Meer für Seehund Paul“ transportiert. Und dabei so geschickt das Thema Umweltschutz in eine warmherzige Geschichte von Freundschaft, Meer und Ferienglück einflechtet, dass bei diesem Urlaubsbuch die sommerliche Leichtigkeit nicht verloren geht und dennoch ein wichtiges Thema kindgerecht und spannend vermittelt wird.

„Ein Meer für Seehund Paul“ von Antje Bones, illustriert von Miryam Specht. Erschienen 2021 im Atrium Verlag. 208 S., ab 8 Jahren.

Sommer, Ferien und Urlaub am Meer! Für viele Menschen die perfekte Kombination. Auch für Hanna, die endlich ihren besten Freund Luca besuchen darf, der vor kurzem mit seiner Familie an die Nordsee gezogen ist. Dort verbringen die Kinder die ersten wunderbaren Sommertage in der Natur und am Strand, genießen den Sommer und die Zeit zusammen. Doch die anfängliche Idylle trügt. Am Strand, Watt und Meer entdecken Hanna, Luca und ihre neue Freundin Nelly etwas, dass ihr Urlaubs- und Sommerglück trübt und den Kindern unter die Haut geht: sie stoßen nicht nur ständig auf achtlos liegen gelassenen Müll oder werden mit dem Thema Überfischung konfrontiert, sondern finden außerdem einen kleinen Seehund, der sich in umherschwimmenden Netzen verfangen und verletzt hat. Durch die Benachrichtigung der Seehundstation in Friedrichskoog wird dem Seehund geholfen. Dennoch sind die drei Freunde sehr erschrocken und wütend darüber, wie sehr die Natur und Tiere unter der Rücksichtslosigkeit der Menschen leiden. Wild entschlossen etwas gegen die zunehmende Verschmutzung der Meere und die Bedrohung dieses einzigartigen Lebensraumes zu unternehmen, schmieden Hanna, Nelly und Luca einen Plan, der zeigt, dass Kinder nicht zu „jung“ oder „klein“ sind, um sich für den Umweltschutz zu engagieren. Sondern im Gegenteil mit cleveren Ideen und viel Enthusiasmus den Erwachsenen häufig ein ganzes Stück voraus sind.

Nicht nur durch die Geschichte, sondern auch die schwarz-weißen Zeichnungen von Miryam Specht nehmen einen direkt mit ans Meer, so dass man den Wind in den Haaren und den Sand unter den Zehen spüren kann. Der packende Stil, der einem das Eintauchen in die Geschichte ermöglicht, macht auch die Stärke dieses Buches aus – denn dadurch kommt auch die Bedrohung der Meere direkt bei den jungen Leser*innen an und lässt sie Schutzbedürftigkeit erspüren.

Dieser Kinderroman ist genau die richtige Mischung für den Sommer: ein bisschen Strand und Meer, ein bisschen Sommer und Unbeschwertheit, ein bisschen Abenteuer und Spannung. Und das Ganze gepaart mit wunderbaren Protagonisten, durch deren Erlebnisse, Gespräche und Gefühle die Ernsthaftigkeit des Themas Umweltschutz eine authentische Note bekommt. Dass das Buch ist in enger Kooperation mit der Seehundaufzuchtstation in Friedrichskoog entstanden ist, merkt ihm auf positive Weise an: die sachlichen Informationen zum Meer, seinen Mitbewohnern und der Bedrohung durch den Menschen sind gut recherchiert und werden durch die Geschichte verständlich und begeisternd vermittelt. Am Ende des Buches gibt es außerdem Extra: Zero-Waste-Coach Marijana Braune gibt alltagstaugliche Tipps zur Müll- und Plastikvermeidung, so dass auch die Leser*innen dieses Buches etwas gegen die Müllverschmutzung der Meere und den Plastikkonsum tun können. Und somit in die Fußstapfen von Hanna, Luka und Nelly treten.

Warum hat uns dieser Kinderroman überzeugt?

  • Eine schöne Sommerlektüre
  • Ein wichtiges Umweltbuch
  • Ein nachhaltiges Leseerlebnis

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Rezensionsexemplar – Werbung, da Markennennung – Bildrechte: Atrium Kinderbuch Verlag

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