Mimmi und Brumm verlieren Simon

Steffis Buchtipp: Mein allerliebstes Herzensbuch, als ich selbst noch ein Kind war und noch nicht lesen konnte. Ein Buch über Freundschaft, Verlust, Traurigkeit, Hilfsbereitschaft, Trost, Freude und Dankbarkeit. Eine breite Palette an Gefühlen. Und das alles mit wenigen, leisen Worten, die ganz viel sagen und Bildern, die noch mehr ausdrücken und erzählen.

„Mimi und Brumm verlieren Simon“: Gabrielle Vincent, ab 3, 24 Seiten, Sauerländer Verlag (1982)

Es gibt aus meiner Sicht wenige Bilderbücher, die für mich an dieses herankommen. Und das, obwohl die Geschichte sich zunächst einmal ganz einfach, fast ein bisschen banal anhört: das kleine Mausekind Mimi verliert sein liebstes Kuscheltier und ist so untröstlich, dass ihrem großen Freund Brumm, dem Bär, etwas einfallen muss.

Mir geht heute noch das Herz auf, wenn ich das Buch mit meinen Kindern anschaue – obwohl, so viel zu lesen gibt es nicht. Die Geschichte kann von großen und kleinen Bücherfreunden mit Inhalt und Leben gefüllt werden und die Geschichte so immer wieder neu, etwas abgewandelt, kürzer, länger oder genauso, wie man sie am liebsten hat und sie immer sein soll, erzählt werden.

Warum ist genau diese (bereits gut genutzte) Ausgabe so besonders für mich?
Ich habe dieses Buch als Kind immer aus der kleinen Gemeindebücherei meines Stadtteils ausgeliehen. Und als ich dann selbst als Mutter mit meinem ersten Kind dort Bücher ausleihen wollte, habe ich mich daran erinnert, dass es dort so ein Herzensbuch aus meiner Kindheit gab. Nur der Titel wollte mir nicht mehr einfallen. Aber die freundliche Mitarbeiterin – übrigens dieselbe, die dort zu meinen Kindertagen bereits arbeitete – erinnerte sich an das Buch und an mich – die damals kleine Steffi. Sie hatte dieses Buch tatsächlich immer noch in ihrem Bestand. Ich habe mich total gefreut, es wieder mal in der Hand zu haben. Und beim nächsten Besuch drückte sie es mir einfach in die Hand und sagte mit einem Lächeln: „Ich hoffe, dass ihre Kinder an diesem Geschenk ebenso viel Freude haben werden wie sie.“

(Rezension, Geschenk der Bücherei – Werbung, da Markennenung)

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